Mar 09

Wie machtgeil und dazu naiv und unprofessionell kann man eigentlich sein?

Den höchsten Zugewinn an Wählerstimmen (und Prozentpunkten) eingefahren, allerdings nur zweitstärkste Partei (weil die CDU doch 3.000 Stimmen mehr bekommen hat) geworden, Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten angemeldet (obwohl sie – ohne Linkspartei – keine Mehrheit zusammenbekommt), mehrmals die FDP (die wirklich nicht mit der SPD will und das mehrmals deutlich gesagt hat) belästigt, dann endlich gemerkt, dass es eine letzte (kleine) Chance auf den Posten nur mit der Linkspartei gibt, umgefallen (Nie mit den Linken), angekündigt, sich jetzt doch von der Linken wählen zu lassen, mitbekommen, dass jetzt doch eine Stimme (von Frau Metzger) fehlen würde, Bewerbung wieder zurückgezogen und zwei Tage später jetzt doch wieder am Überlegen, ob es nicht doch irgendwie gehen könnte.

Wie könnte es doch noch funktionieren? Man setzt die einzige(?) Abgeordnete, die sich (aus welchen Gründen auch immer) an das vor der Wahl gegebene Versprechen hält, nichts mit der Linkspartei zu machen, unter Druck und legt ihr nahe, ihr Mandant zurückzugeben, um den Weg für Ys Kandidatur freizumachen.

Damit ist sie allerdings noch nicht gewählt. Ein noch größeres Desaster wäre es nämlich, wenn während der Wahl zum Ministerpräsident noch mehr SPD-Abgeordnete (die sich bisher nicht öffentlich geoutet haben) Frau Y ihre Stimme verwehren würden. Und die Grünen wenden sich ja auch schon ab.

Das Beste für die SPD wäre wohl, Frau Y einen Rückzug (=Verzicht auf die Kandidatur zum Amt des Ministerpräsidenten) und Rücktritt (als SPD-Landesvorsitzene) nahezulegen und für die nächsten Jahre nochmal in die Opposition zu gehen.

Comments are closed.