Dec 14
  Subjektive meinung von andreas am 14.12.2013 um 18:47 uhr

Wie schon im vorherigen Blogpost erwähnt, habe ich mich mit der Onleihe beschäftigt.

In der Onleihe kann man sich eBooks ausleihen. Und leihen heisst hier auch leihen, kostet nämlich nix. Allerdings muss man Mitglied in einer der angeschlossenen Bücherei sein. (In Hessen sind das derzeit 67).

Hab mich dann gestern mal in der Stadtbücherei Bad Nauheim angemeldet. 20 Euro Jahresgebühr, die man dort nur in bar bezahlen kann. Außerdem muss man seinen Personalausweise dabeihaben. Den Bibliotheksausweis mit Mitgliedsnummer und Passwort gibts direkt vor Ort.

Damit kanns auch direkt losgehen. onleihe.net oder www.onleiheverbundhessen.de aufrufen, über den Menüpunkt Medienkonto die Bibliothek (in meinem Fall Bad Nauheim) auswählen, anmelden und schon ist man mittendrin. Hier sieht man sein aktuelles Konto (also was hat man aktuell ausgeliehen) und kann auch direkt Medien ausleihen.

Neben eBook gibts auch eAudio, eMusik, eVideo und ePaper.

Für die eBooks braucht man vorher noch eine Adobe-ID, und die Adobe Digital Editions Software weil die eBooks darüber DRM-geschützt sind. Für Zeitungen und Zeitschriften braucht man noch einen PDF-Reader, der mit geschützten Medien umgehen kann, z.B. (für Mac OS X) den Adobe Reader X.

Unter Zeitschriften gibts unter anderem die brand eins, den Spiegel, die Connect oder auch das DMAX-Magazin. Bei den Zeitungen sind taz, WELT, WELT am Sonntag, ZEIT, die FAZ (mit Sonntagszeitung), Handelsblatt und die Süddeutsche im Programm.

Bei allen Angeboten kann es sein, dass man etwas warten muss bis man das gewünschte Medium ausleihen kann, weil (wie in einer richtigen Bücherei) nicht immer alles verfügbar ist. Auch wen eBooks ja eher virtueller Natur sind, ist das Angebot in der Menge begrenzt. Außerdem hängen ja (in Hessen) 67 Büchereien dran.

Ein paar Beispiele …

Der aktuelle Spiegel 50/2013 (Mandela aufm Titel) vom 9.12. ist aktuell erst ab 18.12. verfügbar. Derzeit sind 15 Exemplare vorhanden, 21 Leute haben sich vormerken lassen.

Die brand eins 12/2013 (Du bist so 90er) vom 22.11. ist derzeit ab 15.12. verfügbar. Hier sind 3 Exemplare im Bestand, 2 Vormerker stehen in der Schlange.

Bei eAudio und eBooks kanns dann aber auch schon mal länger dauern …

Der Schwarm als Audiobook ist mit 1 Exemplar seit 10.12.2013 im Bestand und ist derzeit (bei 5 Vormerkern) ab 20.03.12014 verfügbar.

Von Gone Girl sind 10 Exemplare vorhanden und man muss derzeit nur bis zum 22.12.2013 warten. Und das ist ja uch noch relativ neu. Gibts aber als eBook noch nicht.

Auf das eBook Der Gefangene von John Grisham wartet man derzeit allerdings bis Anfang April 2014. Da ist aber auch nur eins im Bestand. Und die Analphabetin, die rechnen konnte, ist erst im Mai 2014 wieder in Bad Nauheim.

Die Frage ist nur, ob einen das wirklich stört. Man muss ja Bücher nicht immer sofort lesen. Und für umsonst kann man sich auch mal etwas gedulden.

Es kann aber auch schneller gehen. Die Psychologie des Bösen von Lydia Benecke konnte ich gestern ohne Wartezeit ausleihen. Und das ist auch erst seit 3 Wochen im Programm.

Man kann sich auch für Titel vormerken lassen. Der Titel wird automatisch reserviert, sobald er frei ist. Mit dem Zugang der Mail, die man bekommt, beginnt allerdings auch die Ausleihdauer.

Außerdem gibt es einen Merkzettel. Das ist dann aber auch wirklich nur ein Merkzettel.

Die Ausleihdauern sind unterschiedlich. Für eBooks und eAudios hat man 14 Tage Zeit, für Zeitschriften (eMagazine) 1 Tage, für Zeitungen (ePapers) 1 Stunde. Danach wird das Dokument gesperrt, man muss sich also nicht um die Rückgabe kümmern. Allerdings wird es nicht automatisch von der Festplatte gelöscht.

Auf dem iPhone startet man einfach die Onleihe-App, die es für iOS und Android gibt. Die eBooks werden dann im PDF-Reader angezeigt. Ich hab ich mir dafür den empfohlenen. Bluefire Reader runtergeladen. Die iPhone-App unterstützt derzeit nur eBooks, keine Zeitungen und/oder Zeitschriften. Und auch keine eMusik und eVideos.

eMusik und eVideos kann man 7 Tage behalten. Da hab ich mir das Angebit aber nicht weiter angeschaut und weill das auch hier vernachlässigen.

Auch wenn ich erst seit gestern ‘dabei’ bin, bin ich schon recht angetan von der Onleihe. Wer sich erst einmal darüber informieren will, ‘was denn so da ist’, kann das auch ohne Mitgliedschaft in der Stadtbücherei auf der Onleihe-Website tun.

Achso, eins noch … Mit amazon Kindle läuft das alles leider nicht, wohl aber mit dem Tolino Shine, der mein nächster eBook-reader werden könnte …

Und wenn jetzt noch Fragen offen sind, gibts ja auch noch die FAQs

 


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Dec 14
  Subjektive meinung von andreas am 14.12.2013 um 12:50 uhr

Maschinen haben also doch Gefühle …

Hatte mich die Tage mal etwas mit einem alternativen eBook-Reader (=mögliches Weihnachtsgeschenk für meine Mutter) und der Onleihe (später mehr …) beschäftigt.

Und gestern abend als ich den Kindle aus dem Rucksack hole, ist er kaputt.

Das kann doch kein Zufall sein.

Hat jetzt keine 3 Jahre gehalten, das Teil. Hab den immer gut behandelt, war immer in der Tasche und wüsste auch nicht, dass ich ihn die letzten Tage elektromagnetischer Strahlug ausgesetzt hätte. Vielleicht ist er auch einfach nur defekt (wie amazon lapidar schreibt.

Mögliche Ursache:

  • Ihr Kindle Keyboard könnte durch elektromagnetische Strahlung beeinträchtigt werden oder der Bildschirm könnte defekt sein.

Schade, dass er nur so kurz gehalten hat. Werde ihn wohl ersetzen. Wahrscheinlich durch einen Tolino Shine. Offen(er)es System und so … Die Bücher, die ich auf dem Kindle-Konto habe, kann ich ja immer noch auf dem iPad lesen. Nur um die Hülle, die ich seinerzeit für 35 Euro dazugekauft habe, ist es schade. Mal so rumfragen, wer nen Kindle hat und die ggf gebrauchen kann.

(Das sind übrigens keine Lichtspiegelungen)

 


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May 26
  Subjektive meinung von andreas am 26.05.2011 um 20:16 uhr

And now for something completely different …

Nach dem Seelenbrecher (Psychothriller) auf dem Kindle, jetzt Tschick (Roman) ganz oldschool als gebundene Ausgabe.

Wieso tschick? Zufall. Hatte von Ines von den Höragenten so eine Hörbuch-Sample-CD bekommen. Die hatte ich mir dann mal ins Auto gelegt und auf dem Weg zur Arbeit angehört. Und das Buch, das mir auf Anhieb gefallen und mein Interesse geweckt hatte, war – tschick.

Durch – sagen wir mal – glückliche Umstände, hatte ich dann ein paar Tage später ein Exemplar von tschick im Briefkasten. Sehr nett.

Der Klappentext las sich schon mal vielversprechend und machte nach der Hörprobe von der CD auf jeden Fall Lust auf mehr.

Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Assi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand.

Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

Und so war es auch.

Auch wenn ich wahrscheinlich nicht (mehr) die Zielgruppe bin – das Buch ist so schön. Habs auf zweimal durchgelesen. Leider. Hätte es mir nämlich besser einteilen sollen. Aber das geht nicht. Weil – es ist so schön. (Hatte ich – glaube ich – schon mal gesagt) Es sind so viele lustige Sprüche drin. Direkt auf der ersten Seite zum Beispiel der hier …

(…) Da können sie mich foltern. Obwohl die deutsche Polizei, glaube ich, niemanden foltern darf. Das dürfen die nur im Fernsehen und in der Türkei. (…)

Ist zwar politisch nicht ganz korrekt, aber – Hey, das schreibt ein 14-jähriger. Der darf das. Und so geht es Schlag auf Schlag. Hätte zwar hier gerne noch den einen oder anderen gelistet, aber das würde Euch den Spaß am Buch nehmen. Kauft es Euch, lasst es Euch schenken oder fragt mich ganz nett. Vielleicht verleihe ich es sogar mal – was ich aber normalerweise nicht mache. Aber in diesem Fall …

Der Kritik der Süddeutschen Zeitung …

“Man lacht viel, wenn man ‘Tschick’ liest, aber ebenso oft ist man gerührt, gelegentlich zu Tränen. ‘Tschick’ ist ein Buch, das einen Erwachsenen rundum glücklich macht und das man den Altersgenossen seiner Helden jederzeit schenken kann.”

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

… kann ich mich jedenfalls anschließen. Sehr schönes Buch. Wirklich weiterzuempfehlen – auch wenn das letzte Kapital meiner Ansicht nach etwas abfällt. Aber dafür gibts vorher 45 andere.

Wenn es jemand gelesen hat – jetzt oder später – würde ich mich auf Kommentare hier im Blog freuen. Vielen lieben Dank.

 


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