Sep 26

Mit etwas Abstand will ich dann auch mal mein Fazit ziehen. Einige Kritikpunkte (BVG-Tickets, der fehlende “offizielle” Abschluß am Sonntag) wurden ja an anderer Stelle (z.B. hier, hier und hier) schon genannt. Auch hatte der eine oder andere (u.a. auch ich) in Anbetracht des nicht grade kleinen Auftraggebers sich eine “materielle” Erinnerung an das Event erhofft.

Kann ja sein, dass darüber diskutiert wurde, man hat’s dann aber verworfen, weil man sich nicht des Vorwurfs der Bloggerbestechung aussetzen wollte. Man stelle sich nur vor, wenn nach dem Wochenende alle beteiligten Blogger nur positiv über die Aktion berichten. Und nach der – meiner Meinung nach unsachlichen – Berichterstattung (Zeit und SpOn) und Diskussion (Nörgler Blogger, die keinen Schlüssel bekommen haben) im Vorfeld wäre das natürlich Wasser auf deren Mühlen gewesen. “Die Gammablogger (wer hat sich eigentlich diese bescheuerte Klassifizierung ausgedacht?) schreiben positiv über die T-Mobile-Aktion, weil man sie mit Geschenken zugeschüttet hat”.

Vielleicht gehörte es auch schlicht und einfach nicht zum Konzept des Shuffle-Shuttle.

Ich kann ja mal ne Wunschliste (für NACH Abschluss des Projekts) aufstellen …
– iPod Shuffle(!) T-Mobile-Edition
– T-Mobile-Mobilphone mit UMTS für 1 Jahr
– Freifahrtschein(e) für die späteren Shuffle-Shuttles
– Einen dieser Filzanhänger (don’t drink and dial)

Muss ja nix Großes sein. Ist ja auch bald Weihnachten. Dominosteine, Lebkuchen und Christstollen gibt’s ja schon zu kaufen.

Eine Feedbackrunde (vielleicht noch mit Fragebogen) hätte auch nicht ins Bild gepasst. Dass Feedback kommt und auf welchem Wege (nämlich in Form von Blogeinträgen) war ja eigentlich auch klar. Und dadurch, dass es keine vorgefertigten Antworten (sehr gut, gut, neutral, schlecht, sehr schlecht) auf vorgefertigte Fragen gibt, ist das Feedback in der jetzigen Form in freier Rede/Schreibe wohl auch authentischer und (sicher auch) nützlicher.

Schön wäre auch, wenn man auch nach Projektabschluss auf dem Laufenden gehalten wird, also z.B. erfährt, wie die ganze Sache seitens der Agentur und des Kunden “angekommen ist” und wie es weiter geht, also wann der (mögliche) Echtbetrieb startet, wo (d.h. in welchen Städten) die Shuttles fahren werden, usw.

Also ich habe das Wochenende die 24 Stunden – wie mindestens(!) die Mehrheit der Schlüsselkinder auch – als sehr angenehm, spannend und interessant empfunden. Neue, interessante und nette(!) Blogger, VM-People und T-Mobile-Leute kennengelernt und sich gut unterhalten.

Klar hätte man die Einzelteile (Hotel, Flug, Abfeiern in ner Kneipe, Bunkerbesichtigung, Minigolf, etc) auch selber und woanders machen können. War ja alles (jedes Puzzleteil für sich betrachtet) nix Besonderes und Exklusives. Das komplette Package (und natürlich Eriks Auto mit den ganzen Gimmicks) hat es aber zu etwas Besonderem werden lassen, an das man sich auch in Jahren noch gerne erinnern wird.

Hab mir übrigens die Brotdose aus dem Zimmer mit nach Hause genommen und dort alle Erinnerungsstücke (Bordkarte, Tickets, den Schlüssel, die Briefe, den Pfeil, die Taschenlampe, den Stadtplan) versammelt. Ist doch auch ne schöne Erinnerung. (Und unsere Nieren haben wir ja auch alle behalten dürfen).

In diesem Sinne …

73 Responses to “Berlinkritik”

  1. Florian Says:

    Hab die Brotdose vom Zimmer mit den ganzen Erinnerungsstücken in der Brotdose vom Beta-Drive, die ich den ganze Tag durch Berlin geschleppt habe und seltsame Blicke geerntet hab, verstaut.

    Sonst kann ich mir deiner Meinung nur Anschließen.

  2. Bastian Says:

    Seehr schönes Schlusswort/Bild 🙂

  3. Gedankenstücke Says:

    Seitenweise Rückblicke…

    Mittlerweile haben sich fast alle Schlüsselkinder dazu überwunden einen Artikel zu schreiben, ich denke das war es dann auch langsam mit der ganzen Shuffle-Shuttle / Hustle the Sluff Aktion.Außer vielleicht die Fotos noch nach und nach kommen werden…