May 08
  Subjektive meinung von andreas am 8.05.2009 um 19:11 uhr

Vorhin, so gegen vier Uhr – noch auf der Arbeit im Vordertaunus – eine Mail aufs iPhone bekommen. Inhalt: Eine ‘amtliche Unwetterwarnung’ für die Wetterau in der Zeit von 15:41(!) bis 17:00 Uhr, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst um 15:41 Uhr. Weitergeleitet von meinem Bruder.

Darin ist von SCHWEREM GEWITTER, SCHWEREN STURMBÖEN (mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 km/h), HEFTIGEM STARKREGEN (mit Mengen über 25 Liter pro Quadratmeter in 1 Stunde) und HAGEL (von über 2 cm Durchmesser) die Rede.

Außerdem folgende Verhaltensregeln …

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren:
Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleineren Flüssen sind möglich. Es können Erdrutsche auftreten.
Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Hatte schon Bilder wie aus Armageddon, Twister, Black Rain, Dantes Peak oder Erdbeben vor meinem inneren Auge, als ich mich dann so gegen halb fünf auf die Heimreise nach Butzbach begeben habe. Vom Bad Homburger Kreuz die A5 hoch bis Butzbach. Also mitten durch die Wetterau. Genau in der Zeit, zu der die Wetterau untergehen sollte. Das schönste Wetter. Sonnenschein. Keine dunkle Wolke. Kein Tropfen. Kein Hagel. Nichts, Nada, Niente, Nothing, Rien, Nix.

Für was haben die in Offenbach eigentlich ihre Multimillionendollarcomputer?

 


kommentare : bisher 1 kommentar

 

May 08
  Subjektive meinung von andreas am 8.05.2009 um 18:43 uhr

Frage mich, wie die Herren Müntefering und Steinmeier auf das schmale Brett kommen, dass bei der Bundestagswahl im September (automatisch) mehr als die 20,8% Stimmen rauskommen, die die SPD gestern (bei der Europawahl) bekommen hat und dass es gestern in erster Linie an der niedrigen Wahlbeteiligung lag.

Lieber Herr Steinmeier,
sehr geehrter Herr Müntefering,

wir nehmen jetzt mal einen Bleistift und ein Stück Papier zur Hand und üben uns im Dreisatz . Dabei rechnen wir mit gerundeten und kleinen Zahlen, damit es nicht allzu schwer wird.

Achtung! Es geht los! Wir hatten diesmal 62,2 Millionen Wahlberechtigte, davon sind 26,9 Millionen zur Wahl gegangen. Das macht eine Wahlbeteiligung von 43,3 Prozent.

Leider waren etwa 600.000 Stimmen ungültig. Von den verbliebenen 26,3 Millionen haben Euch allerdings wiederum nur knapp 5,5 Millionen gewählt. Daraus ergibt sich dann Euer Ergebnis von schlappen 20,8 Prozent.

Soweit klar?

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass bei der Bundestagswahl die Wahlbeteiligung doppelt so hoch ist wie gestern, also 86,6 Prozent und Euch doppelt so viele Leute wählen wie gestern, heißt das nicht – und jetzt aufgepasst! – dass Ihr automatisch 42,6 Prozent Stimmen bekommt.

Warum das denn?

Ganz einfach. Die Anzahl der abgegebenen Stimmen (und wahrscheinlich auch die Anzahl der gültigen) ändert sich natürlich auch. Das heißt also, dass eure doppelt so vielen Stimmen nicht automatisch auch doppelt soviel Wert sind. Weil sich ja die Berechnungsbasis ändert.

Also – ganz langsam zum Mitrechnen … Anzahl SPD-Wähler (11 Mio) mal 100 geteilt durch Anzahl gültige Stimmen (52,6) macht … immer noch 20,9%. Tut mir ja auch Leid für euch, ist aber so.

 


kommentare : Comments Off on Dreisatz

 

May 08
  Subjektive meinung von andreas am 8.05.2009 um 12:30 uhr

(noch bis Dienstag)

 


kommentare : Comments Off on Faselmarkt in Butzbach

 

Pages: Prev 1 2 3 ... 98 99 100 101 102 ... 691 692 693 Next